TV Eintracht 1909 Aachen-Walheim e.V.

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Resümee 1. Ringerbundesliga West Saison 2017 und Ausblick

Ungewisser Start und positive Bilanz

Im Nachhinein war das eine nahezu perfekte Saison, denn mit Platz zwei in der neuformierten 1. Ringerbundesliga West hatte im Vorfeld eigentlich niemand gerechnet.
Kurz vor der Saison sah es nämlich gar nicht so gut aus, denn der verletzungsbedingte Ausfall von Marco Kreutz und die kurzfristige Absage von Waldemar Peil, der seine Ringerkarriere unerwartet beendete, warfen die Planungen völlig über den Haufen. Auch Wladimir Kurle stand aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Verfügung, ebenso wenig Adrian Mosa.
Dagegen standen vier Neuzugänge, nämlich Mehmet Ramadan in der 57kg Klasse, Robin Pelzer für die Gewichtskategorien 66 und 71kg, Rabbia Khalil im Bereich 75 und 80 kg sowie Mario Dotsin in den Gewichtsklassen 80 und 86kg. Mit diesem doch sehr kleinen Kader musste man die ganze Saison durchstehen, Ausfälle waren nicht vorgesehen.
Yaschar Jamali, der seine erste Saison als verantwortlicher Trainer und Kämpfer in Angriff nahm, hatte also keine leichte Aufgabe vor sich. Direkt im ersten Kampf holte man sich gegen den Titelfavoriten KSV Köllerbach eine deftige 1:28 Klatsche, ein nicht unbedingt optimaler Start.
Danach aber lief es, die Mannschaft zeigte eine hohe Moral und wuchs zu einer Einheit zusammen, hier machte Yaschar Jamali einen ganz tollen Job.
Die Ergebnisse sprechen für sich, unter anderem konnte der KSV Witten zweimal besiegt werden. Platz zwei nach 14 Kämpfen mit einem Punktekonto von 19:5, damit hätte niemand gerechnet.
Die Eintracht zeigte ganz starke Kämpfe und geschlossene Mannschaftsleistungen. Die Fans waren begeistert, das merkte man auch an den steigenden Zuschauerzahlen. Bei der Eintracht wurde etwas geboten, dass sprach sich herum.
Dass man in der Endrunde zur Deutschen Ringer-Mannschaftsmeisterschaft gleich wieder auf den KSV Witten traf, musste man so hinnehmen. Leider schlug das Verletzungspech gegen Ende der harten Bundesliga-Saison erbarmungslos zu, die Wittener mit ihrem etwas größeren Kader waren nun im Vorteil. Den Achtelfinal-Rückkampf bestritt Yaschar Jamali mit dem aller letztem Aufgebot, eine echte Siegchance bestand nicht mehr.

Im Einzelnen

Insgesamt betrachtet überzeugte die Mannschaft als Ganzes: angefangen bei Neuzugang Mehmet Ramadan in der 57kg Klasse Freistil.
Eigengewächs Purya Jamali wurde in dieser Saison zum Leistungsträger und zeigte tolle Kämpfe, bis eine Oberschenkel-Verletzung ihn ausbremste.
Auch Stoyan Spasov war wieder der gewohnte Punktegarant. Im Laufe der Saison wurde er immer stärker. Eine Bänder-Dehnung im Knie sorgte zuletzt für eine erhebliche Einschränkung seiner Leistungsfähigkeit. Trotzdem stand er 14-mal auf der Matte.
Ganz stark war die Vorstellung von Neuzugang Robin Pelzer. Er übertraf alle Erwartungen und riss bei seinen Kämpfen die Zuschauer von den Sitzen. Leider musste er sich zum Schluss mit einem Bänderriss ebenfalls in die Verletztenliste einschreiben.
Absolut bewundernswert die Leistung von Yaschar Jamali. Der machte nicht nur einen tadellosen Trainerjob, sondern war auch auf der Matte bärenstark. Unvergessen sein Schultersieg im Heimkampf gegen Witten, der den Walheimer Erfolg erst möglich machte. Er bestritt alle 14 Kämpfe.
Gevorg Sahakyan stand nicht für alle Kämpfe zur Verfügung, aber wenn er auf der Matte war, ging die Post ab. Er begeisterte durch exzellente Hebe- und Wurftechniken in Weltklasseduellen.
Freistilspezialist Ahmed Hyusein war enorm kampfstark und holte viele entscheidende Punkte. Er war absolut vorbildlich und stand die letzten beiden Kämpfer trotz einer schmerzhaften Blessur auf der Matte.
Auch Rabbia Khalil stand immer zur Verfügung und war ein Gewinn für die Mannschaft.
Max Otto war eigentlich nur für die 80kg Klasse vorgesehen. Durch den Ausfall von Waldemar Peil kämpfte er in der Rückrunde auch in der 86kg Klasse. Er absolvierte alle 14 Kämpfe.
Neuzugang Mario Dotsin war insgesamt ein Gewinn für die Mannschaft. Er zeigte viele starke Kämpfe, auch gegen hochwertige Gegner.
Martin Otto hatte eine richtig starke Saison. Er bestritt 13 Kämpfe, davon 9 siegreich.
Zviad Metreveli bestritt 13 Kämpfe, davon 13 siegreich. Mit seiner ruhigen aber enorm effektiven Kampfesweise ist er der erfolgreichste Walheimer Ringer der Saison 2017 und als einziger ungeschlagen. Daran konnte im letzten Kampf auch der starke Ex-Walheimer Kasim Aras nichts ändern.

Fazit

Im Ergebnis hat die Eintracht eine sehr erfolgreiche Saison gerungen und hochklassigen und begeisternden Ringkampfsport in der INDA-Halle gezeigt. Die kraftzehrende Bundesliga-Runde blieb allerdings nicht in den Klamotten der Kämpfer hängen, sondern machte sich zum Ende in Verschleißerscheinungen bemerkbar, so dass der Eintracht der Einzug ins Viertel-Finale verwehrt blieb.
Resümierend bleibt zu ergänzen, dass sich hier das relativ niedrige Budget letztendlich auf das Ergebnis ausgewirkt hatte. Während andere – finanzkräftigere – Vereine auf manchen Positionen mehrfach besetzt sein konnten, mussten in Walheim die vorhandenen Sportler des Öfteren über das erträgliche Maß hinaus Einsatz zeigen, was sich letztendlich in Leistungseinbußen abbildete. Trotz erfolgreicher Gewinnung von neuen Sponsoren, ist weitere Unterstützung in diesem Bereich erforderlich, um zukünftig auf diesem Niveau mitkämpfen zu können. Auch sind weitere Kooperationen und gesonderte Aktionen über den Förderverein angedacht, der den Verein tatkräftig unterstützt.

Ausblick 2018

Die Walheimer Verantwortlichen um den 1. Vorsitzenden Engelbert Heck sind mittlerweile schon mit den Planungen für die nächste Saison beschäftigt.
Angestrebt wird wieder das Erreichen der Endrunde, ein Highlight wäre das Erreichen des Halbfinales. Dazu müsste der Kader verstärkt werden. Interessierte Sponsoren, die Teil der Eintracht und ihres Erfolges werden können, werden bei der Eintracht individuell betreut und – wenn gewünscht – integriert.
Auch die zweite Ringer-Mannschaft ist Teil des Gesamtkonzeptes. Abgerundet werden die Vorhaben der Ringer-Abteilung durch eine verstärkte Nachwuchsarbeit um das Team von Jugend-Trainer Klaus Sailer. Hier ist mittel- und langfristig auch eine bessere Perspektive in Sicht.



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