TV Eintracht 1909 Aachen-Walheim e.V.

TV Eintracht 1909 Aachen-Walheim e.V.

 
 

Ringen

Ringen beim TV Eintracht 1909 Aachen-Walheim

Nicht zuletzt durch das große Engagement des Sportkameraden Fritz Winkhold verlagerten sich die sportlichen Akzente zugunsten des Ringersports, insbesondere als er 1960 den Vorsitz übernahm. Durch einige gute Einzelkämpfer wurden die Walheimer Ringer über den eigenen Bezirk hinaus bekannt.

Schon 1961 wurden die Ringer Meister der Kreisklasse und stiegen in die Bezirksklasse auf. Die Stützen der Mannschaft waren in diesen Jahren die Brüder Manfred und Karl-Heinz Tournay, Günter Zimmermann, Willi Unger und Hermann Leuther.

Die Vorgenannten konnten für die damaligen Verhältnisse hervorragende Erfolge bei Bezirks- und Landesmeisterschaften erzielen. Manfred Tournay nahm mehrmals an Deutschen Meisterschaften teil und errang vierte und fünfte Plätze im Fliegengewicht.

Bereits 1962 wurden die Ringer Meister der Bezirksklasse und schafften über die Qualifikationsrunde den Aufstieg in die Landesliga. Bei der Aufstiegsfeier überbrachten Bürgermeister Wilhelm Kremer, Pastor Josef Schroiff und Gemeindedirektor Viktor Fisch die Glückwünsche der Gemeinde Walheim.

Immer mehr Sportler fanden zum Ringersport. So stieg die Zahl der Aktiven, insbesondere die der Jugendlichen stetig. Mit dem 7-fachen Deutschen Meister Georg Pulheim verpflichtete der Vorstand einen Trainer der Spitzenklasse. Diese Maßnahme sollte in den nachfolgenden Jahren ihre Früchte tragen. Die jungen Ringer profitierten von dem Können des Meisterringers Pulheim.

Erstmals wurde in der Vereinsgeschichte ein Sportler, bzw. Ringer, Deutscher Jugendmeister. Erich Lorbach konnte 1966 in Stuttgart-Weilimdorf Deutscher Jugendmeister werden. Im nachfolgenden Jahr wurde er Deutscher Juniorenmeister in beiden Stilarten.

Das erste große Sportereignis in der neuen Walheimer Turnhalle fand 1968 statt. Die Eintracht richtete die Deutsche Juniorenmeisterschaft im Freistilringen aus. Diese Meisterschaft war für die damalige Gemeinde Walheim das sportliche Großereignis des Jahres. Der Lokalmatador Erich Lorbach wurde in seiner Heimatgemeinde Vizemeister in der Federgewichtsklasse.

Die erste Ringermannschaft kämpfte in den Sechzigern und Anfang der siebziger Jahre in der Landesliga und lieferte sich mit dem Lokalrivalen TKV Oberforstbach über Jahre hinweg spannende und mitreißende Kämpfe. Ob es die Säle in Walheim, im Vereinslokal Theissen-Winke, oder im Oberforstbacher Hof waren, oder später die Turnhallen Oberforstbach und Walheim, die Veranstaltungsräume waren bis auf den letzten Platz gefüllt.

1972 schaffte es die erste Ringermannschaft Meister der Landesliga zu werden und stieg nach erfolgreichen Ausscheidungskämpfen gegen Erkenschwick und Duisburg-Walsum in die Oberliga auf.

Als man souverän Meister der Oberliga wurde und den Aufstieg in die Regionalliga erreichte, wurden endgültig bei den Ringern die Weichen in Richtung Leistungssport gestellt.

Erich Lorbach und Berthold Lorbach waren die überragenden Ringer dieser Jahre. Sie wurden oftmals Landesmeister und nahmen an Deutschen Meisterschaften teil. Platzierungen von Platz 3 bis 6 wurden über fast zehn Jahre hinweg errungen.

Der damalige Vereinsvorstand hatte nicht zuletzt seine Verdienste an den Erfolgen der Ringer. Mit Fritz Winkhold als Vorsitzenden und Horst Hermanns als Stellvertreter, Heinrich Kutsch als Geschäftsführer, Karl Landau als Schatzmeister, sowie Leo Krickel als Schriftführer und Berthold Lorbach als Sportwart, hatten sich tatkräftige Männer zusammengefunden, die über viele Jahre hinweg den Verein verantwortlich und erfolgreich führten.

Die erste große Veranstaltung in der Inda-Sporthalle richtete die Eintracht mit der Deutschen Juniorenmeisterschaft im Ringen 1974 aus.

Das Aushängeschild der Eintracht, die erste Ringermannschaft, errang in der II. Ringerbundesliga 1975 einen beachtlichen zweiten Platz. Dies stellte einen bis dahin einmaligen Erfolg dar.

Berthold Lorbach wurde 1976 in Helsinki und später 1980 in Malmö Polizei-Europameister im Freistilringen.

Das bisher erfolgreichste Sportjahr erlebte die Eintracht 1978. Julien Mewis wurde im finnischen Oulu Junioren-Europameister. Als einziger westeuropäischer Sportler konnte er einen Titel erringen. Als frisch gebackener Deutscher Juniorenmeister startete Siegfried Otto erstmals bei der Europameisterschaft im Freistilringen.

Nachdem die erste Ringermannschaft im Vorjahr die Vizemeisterschaft erkämpft hatte, wollte man nun die Meisterschaft erzielen. Man hatte sich mit Jacques van Lancker und Gerd Siebold verstärkt. Als härtester Widersacher erwies sich die Staffel des TuS Aldenhoven. Überlegen und ungeschlagen wurde man Meister der II. Bundesliga. Die Aufstiegskämpfe zur I. Bundesliga gegen Mömbris-Königshoven wurden gewonnen und die Ringer griffen zur „Krone“. In der bis auf den letzten Platz gefüllten Inda-Sporthalle war auch Aachens Oberbürgermeister Kurt Malangrè, der die Glückwünsche der Stadt übermittelte.

Nach 19 Jahren als Vorsitzender der Eintracht übergab Fritz Winkhold das Ruder an einen Jüngeren, an Horst Hermanns. Während seiner Amtszeit hatte Fritz Winkhold dem Ringen innerhalb der Eintracht zu einer dominierenden Rolle verholfen. Seinem Engagement ist es zu verdanken, daß das Ringen als Leistungssport betrieben und der Grundstein zu vielen Erfolgen gelegt wurde. Die Jubiläumsfeier zum 70-jährigen Bestehen fand im Saalbau Kommer statt.

Das erste Jahr in der I. Ringerbundesliga erwies sich als besonders schwierig. Die Meisterschaftsrunde wurde mit zehn Mannschaften gestartet, doch sollte die Liga am Ende der Saison auf acht Mannschaften reduziert werden. Drei Mannschaften mußten absteigen, so schien für die Eintracht der Abstieg vorprogrammiert. Nachdem die Vorrunde nicht sonderlich gut verlaufen war, steigerte man sich in der Rückrunde beachtlich. Jeder Kampf gegen Mannschaften der unteren Tabellenhälfte wurde zum Schicksalskampf. Es fanden unvergeßliche und spannende Kämpfe gegen Bonn-Duisdorf, Mainz 88, Ludwigshafen, Hüttigweiler und Heros Dortmund statt.

„Die Zuschauer trieben Walheim zum Sieg über Heros Dortmund“ stand nach dem entscheidenden Kampf in der Aachener Volkszeitung zu lesen. Mit 14 Pluspunkten erreichte die Mannschaft einen für nicht möglich gehaltenen sechsten Platz.

Die Bundesligaringer zeigten im zweiten Jahr eine ausgeglichene Leistung und hatten teilweise gute Aussichten, einen Endrundenplatz zu erreichen. Schließlich reichten am Ende die Kräfte doch nicht und es wurde wieder ein sechster Platz.

Zu den erfolgreichsten Ringern dieser Zeit zählten die Brüder Dieter, Siegfried und Wolfgang Otto. Zahlreiche Titel und hervorragende Platzierungen bei den Landes- und Deutschen Meisterschaften konnten errungen werden. Sie wurden Deutsche Jugend- und Juniorenmeister und als erster Sportler der Eintracht holte Dieter Otto 1982 den Titel eines Deutschen Meisters nach Walheim. Bei der Deutschen Meisterschaft der Männer im Freistilringen in Lahr wurde er in der Gewichtsklasse bis 82 kg Erster. Dies hatten bisher schon viele gute Ringer der Eintracht versucht, doch es war noch keinem gelungen. Bei einer Feierstunde zu Ehren des neuen Deutschen Meisters nannte OB Malangrè, in Anlehnung an das bedeutende Herrschergeschlecht der Ottonen – Otto der Große liegt im Aachener Dom begraben – Dieter Otto einen neuen „Otto den Großen“.

Die vierte Saison in der I. Bundesliga sollte die letzte in dieser Liga sein. Verletzungsbedingte Ausfälle und verschärfte Startbestimmungen und die annullierte Starterlaubnis der seit vielen Jahren bei uns ringenden Belgiern Mewis und van Lancker führten zum Abstieg.

Mit einer hervorragenden Leistung wartete Dieter Otto bei der Deutschen Meisterschaft 1983 in Schriesheim auf. Er verteidigte seinen Titel und wurde zum zweiten Mal in Folge Deutscher Meister. Wolfgang Otto erreichte zum dritten Mal in Folge einen dritten Platz. Sein Schicksal war es, daß er immer den unüberwindlichen Weltmeister Knops in seiner Gewichtsklasse hatte. Während seiner Dienstzeit bei der Bundeswehr erkämpfte sich Dieter Otto im französischen Lyon den Titel eines Militärweltmeisters.

Kurzfristig wurde die Ausrichtung der Deutschen Juniorenmeisterschaft 1983 übernommen. Die Eintracht wurde durch Manfred Kreutz, Bertel Heck und Harry Richter vertreten. Manfred Kreutz verfehlte in der stark besetzten Federgewichtsklasse knapp das Erreichen eines Finalkampfes.

In der Inda-Sporthalle richtete die Eintracht 1984 die Deutsche Meisterschaft der Männer im Ringen aus. Zum 75-jährigen Bestehen war diese Deutsche Meisterschaft der sportliche Höhepunkt. Es wurde den Sportbegeisterten eine hervorragend organisierte und auf einem guten sportlichen Niveau stehende Veranstaltung geboten. Die örtliche Presse, der Rundfunk und die Fernsehanstalten berichteten von der Deutschen Meisterschaft. Dieter und Wolfgang Otto erreichten einen guten dritten und vierten Platz im Mittelgewicht. Leider war es unseren Spitzensportlern nicht gelungen, in eigener Halle ganz oben auf dem Siegerpodest zu stehen.

Im ersten Jahr nach dem Abstieg konnte der befürchtete Fall verhindert werden. Im Gegenteil, die Mannschaft wurde Vizemeister der II. Bundesliga.

Seinen dritten Deutschen Meistertitel konnte Dieter Otto 1986 im saarländischen Schiffweiler erringen. In einer Feierstunde im Aachener Rathaus wurde er vom OB Malangrè besonders geehrt.

Die erste Ringermannschaft kämpfte während dieser Jahre mit wechselnden Erfolgen in der zweiten Ringerbundesliga.

Nach vielen Jahren als erfolgreicher Ringertrainer tritt Erich Lorbach ab und übergibt an Ralf Bettge.

Berthold Lorbach wollte es noch einmal wissen. In Toronto wurde er Vize-Weltmeister der Veteranen im Freistilringen.

Die Ringer wurden 1993 Vizemeister und erreichten die Aufstiegsrunde zur ersten Bundesliga. Der Aufstieg wurde verfehlt, aber unvergessen ist dabei der Kampf gegen Potsdam in der AC Mobil-Galerie bei BMW-Kohl. Das Ambiente war beeindruckend, die Stimmung hervorragend und das Ergebnis lautete 15.5 : 15.5.

Noch erfolgreicher war die erste Ringermannschaft 1994. Sie wurde nach spannenden Kämpfen Meister der II. Bundesliga. In der Relegationsrunde zur I. Bundesliga wurde in der ersten Auseinandersetzung der KSK Neuss besiegt. Das Aus kam in der nächsten Runde gegen den späteren Aufsteiger KSV Köllerbach.

Mit vornehmlich eigenen Kräften sollte die Klasse erhalten werden. Dies gelang zunächst 1995 mit einem beachtlichen dritten Platz. Verletzungsbedingte Ausfälle und die starke Konkurrenz bewirkten 1995 nach einer 23-jährigen Zugehörigkeit zur I., bzw. II. Bundesliga den Abstieg in die Oberliga.

Erfreulich war, daß die II. Mannschaft Meister der Bezirksliga wurde.

Das Frauenringen, auf Verbandsebene seit einigen Jahren angeboten, etablierte sich auch in unserem Verein. Junge Mädchen nahmen an verschiedenen Meisterschaften teil.

Nach mehr als 25 Jahren kommt es im Südraum endlich noch einmal zu einem offiziellen Meisterschaftskampf zwischen den Ringern von Walheim und Oberforstbach. Jeweils 500 Zuschauer sahen im Schweizer Hof und in der Inda-Sporthalle in beiden Begegnungen eine klar überlegene Eintrachtstaffel. Am Ende wurde die Mannschaft Vizemeister der Oberliga.

Das zweite Jahr in der Oberliga sollte noch besser verlaufen. Die richtige Kombination zwischen routinierten Ringern und talentierten Nachwuchsringern sicherte der Eintracht den Meistertitel der Oberliga und den Wiederaufstieg in die II. Bundesliga schien perfekt. Doch finanzielle und personelle Engpässe ließen uns auf den Aufstieg verzichten. In der Oberliga wurde die Mannschaft gefestigt, so dass junge und talentierte Ringer nachwachsen konnten.

Die zweite Mannschaft erkämpfte den dritten Platz in der Landesliga und wird in der kommenden Saison in der Verbandsliga starten.

Mit der Übernahme der GERMAN-MASTERS im Jahr 2001 hat der Verein beweisen, dass er wieder zu großen Aufgaben fähig ist. 2002 war für die 1. Mannschaft wieder ein Erfolgreiches Jahr, nachdem man ungeschlagen Meister der Oberliga wurden, wurden wieder die Weichen für die 2. Bundesliga gestellt.

2003 zahlte sich die konsequente Jugendarbeit aus. Mit Kasim Aras konnte wieder ein Deutscher Jugendmeister gestellt werden. Das der Deutsche Ringerbund in Jahr 2004 unseren Verein die Deutsche Meisterschaft B-Jugend übergeben hat, zeigt das der Verein zu großen Aufgaben fähig ist. Mit 5 eigenen Jugendringern zahlt sich auch die konsequente Jugendarbeit aus.

Mit Karolin Bettge und Kasim Aras wurden gleich zwei Walheimer Teilnehmer zur Kadetten Europameisterschaft mitgenommen. Kasim konnte dort den 10. Platz und Karolin den Vize-Euromeisterin erringen. Einzigartig in der bisherigen Vereinsgeschichte.

2005 wurde für Kasim Aras wohl sein erfolgreichste Jahr. Bei der Junioren Europameisterschaft wurde er 5. und bei der Junioren Weltmeiserschaft wurde er Vice Meister. Zuvor konnte er Deutscher Junioren Meitser werden. Karolin Bettge und Martin Otto wurden jeweils in ihren Altersklassen Deutscher Meister und Peter Otto wurde 2.


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